Sigmar Gabriel zu Gast beim Neujahrsempfang der SPD

 
Foto: Manfred Lohr

Sigmar Gabriel (Zweiter v.l.) sprach zu "Europa – Ende oder Neuanfang 2019?“

 

Am Sonntag, dem 13. Januar, fand der traditionelle Neujahrsempfang des SPD-Unterbezirks Landkreis Harburg im Dorfgemeinschaftshaus Marxen statt. Mit Blick auf die nahende Europawahl im kommenden Mai stellte die SPD das Thema Europa in den Mittelpunkt und lud dazu den ehemaligen Wirtschafts- und Außenminister sowie ehemaligen SPD-Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel ein.

 

Nachdem der Vorsitzende des SPD-Unterbezirks, Thomas Grambow, in seinem Grußwort auf die Situation der SPD im Landkreis Harburg einging, die trotz aller Widrigkeiten des letzten Jahres einen kleinen Mitgliederzuwachs verzeichnen konnte, hielt Gabriel seine Rede unter dem Titel „Europa – Ende oder Neuanfang 2019?“.

Vor dem mit etwa 300 Gästen lückenlos gefüllten Saal hob Gabriel die historische Einmaligkeit der EU hervor: „Im Europaparlament haben sich 28 Staaten zusammengefunden, die früher teilweise stark verfeindet waren. Nur eine einzige Generation hat diesen Zusammenschluss nach dem Zweiten Weltkrieg zustande gebracht“. Gleichwohl machte Gabriel deutlich, dass das Glück, welches seiner „Goldenen Generation“ zuteil wurde, nämlich ohne Kriege und mit einem verlässlichen Aufstiegsversprechen aufzuwachsen, keineswegs unbedroht ist. Vielmehr steht Europa von innen und außen unter Druck. Umso wichtiger sei es, den europäischen Gedanken weiterzugeben.

Verständnis zeigt Gabriel auch für die Menschen, die von den vielen Veränderungen und der Schnelllebigkeit der Zeit überfordert sind. Während das große Europa wichtiger geworden ist, hat im Kleinen auch die Heimat und das Zuhause an Bedeutung gewonnen. Der SPD rät Gabriel, die Idee der Freiheit, ein selbstbestimmtes Leben führen zu können, in den Mittelpunkt zu rücken. Großen Applaus erhielt er für die Forderung, die Schulen müssten die Kathedralen des Landes sein, nicht die Banken.

Zum Neujahrsempfang gehörte auch die Spendensammlung. Als diesjähriger Empfänger wurde der mapapu-Verein ausgewählt, der es sich zum Ziel gesetzt hat, eine Online-Plattform für Trauernde zu schaffen.

 
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