Der Rat der Stadt Winsen (Luhe) hat den Doppelhaushalt 2026/2027 beschlossen. Die SPDRatsfraktion hat dem Haushalt zugestimmt. In der Haushaltsrede hat die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Christine Glawe die Gründe dafür erläutert: „Demokratie bedeutet für uns nicht nur Debatte, sondern Verantwortung – gemeinsam Lösungen finden, Kompromisse schließen und die Stadt auch in schwierigen Zeiten handlungsfähig halten.“ Die finanzielle Lage bleibt angespannt. Die Kommunen stehen weiter unter Druck, und zusätzliche Belastungen – insbesondere durch die Kreisumlage – haben die Spielräume im Haushalt deutlich verringert. Gleichzeitig muss Winsen große Aufgaben stemmen, die auch in den kommenden Jahren hohe Kosten verursachen. Dazu zählen die Folgen des Brandes am Naturbad und wichtige Investitionen in Bildung und Betreuung, etwa die Sanierung der Alten Stadtschule und der Neubau der Grundschule in Stöckte. Aus Sicht der SPD sind das notwendige Vorhaben, weil sie die Infrastruktur der Stadt sichern und langfristig stärken – auch wenn sie kurzfristig die Kassen belasten. Mit der Zustimmung verbindet die SPD klare Schwerpunkte. Ein zentraler Punkt ist der Erhalt der Frühbetreuung. Um Familien und Schulen mehr Planungssicherheit zu geben, sollen Verträge künftig grundsätzlich für mindestens sechs Monate geschlossen werden. Die SPD betont zugleich, dass das Angebot nur dann dauerhaft bestehen kann, wenn es regelmäßig genutzt wird und die Information darüber für Familien transparent ist. Auch bei der Ferienbetreuung setzt die SPD ein wichtiges Signal. Im Zuge der Vorbereitungen auf den Ganztag war eine Erhöhung der Kosten vorgesehen. Mit dem SPD-Haushaltsantrag bleibt die Ferienbetreuung auf dem Niveau der Vorjahre. Darüber hinaus sollen Zuschüsse für die Musikschule sowie für den Heimat- und Museumsverein verlässlich auf einem höheren Niveau für die kommenden Jahre festgeschrieben werden – im Rahmen dessen, was die Haushaltssicherung zulässt. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Werterhalt städtischer Einrichtungen. Die SPD hat darauf gedrängt, zusätzliche Mittel für Instandhaltung und kleinere Sanierungen bereitzustellen, damit Schulen, Turnhallen und Kindertagesstätten nicht „auf Verschleiß“ gefahren werden. Das gilt auch für die Turnhalle in Stöckte: Solange die Zukunft der Halle noch nicht abschließend geklärt ist, soll sie weiterhin so nutzbar bleiben, dass Kinder und Vereine verlässlich Sport treiben können. Zum Abschluss dankt die SPD-Ratsfraktion der Verwaltung für die geleistete Arbeit und die Umsetzung vieler Ratsbeschlüsse sowie den Fraktionen im Rat für den konstruktiven Austausch der vergangenen Jahre. „Gerade in schwierigen Haushaltsjahren zeigt sich, wie wichtig es ist, Lösungen gemeinsam zu tragen“, sagte Christine Glawe nach der Sitzung.